Die Erstellung von Shopify Kategorien entscheidet maßgeblich über die Benutzerfreundlichkeit und die SEO Performance deines Onlineshops. Du kannst Produkte im Backend manuell oder automatisiert über Tags und Regeln zuweisen.
Shopify begrenzt die Navigation im Standard auf drei Ebenen. Mit dem cleveren Einsatz von Metafeldern und etwas Template Code kannst du jedoch beliebig tiefe Unterkategorien dynamisch abbilden.
Für maximale Sichtbarkeit in Suchmaschinen platzierst du einen kurzen Teasertext oben und tiefgehenden Content strukturiert unterhalb des Produkt-Grids. Filter und Sortierfunktionen runden eine konvertierende Kategorieseite ab.
In Shopify werden Kategorien offiziell als „Collections“ bezeichnet. Der Prozess zum Erstellen ist sehr benutzerfreundlich aufgebaut.
So gehst du Schritt für Schritt vor:
Vergib einen aussagekräftigen Titel und füge bei Bedarf ein Kategoriebild hinzu.
Nun stehst du vor der wichtigsten technischen Entscheidung für diese Kategorie. Du musst die Art der Produktzuweisung festlegen.
Die manuelle Zuweisung erfordert, dass du jedes Produkt einzeln per Hand auswählst. Diese Methode eignet sich hervorragend für kleine, exklusive Sortimente oder spezielle Sale Aktionen.
Die automatisierte Zuweisung kann dir bei wachsendem oder großem Sortiment viel Pflegearbeit ersparen. Hierbei definierst du klare Regeln. Ein Produkt wird der Kategorie automatisch hinzugefügt, wenn es beispielsweise einen bestimmten Tag besitzt, der Produkttyp übereinstimmt oder der Preis über einem definierten Wert liegt.
Diese Pflegeart bedarf initial mehr Aufwand, spart dir aber bei der zukünftigen Produktpflege enorm viel Zeit. Wie du neue Artikel im System anlegst, erfährst du detailliert in unserem Ratgeber Produkte hinzufügen bei Shopify – Schritt für Schritt Anleitung.
Die technische Erstellung im Backend ist in wenigen Minuten erledigt. Echter E-Commerce Erfolg verlangt jedoch nach einer durchdachten Strategie im Vorfeld.
Vor der Erstellung einer Kategorie musst du zwingend eine tiefgreifende Keyword Recherche durchführen. Rate nicht, wonach deine Kunden suchen. Nutze stattdessen professionelle Tools wie Ahrefs, Semrush oder den kostenlosen Google Keyword Planner, um fundierte Daten zu sammeln.
Oft stehen Händler vor der strategischen Frage, wo genau die Abgrenzung zwischen einer eigenen Kategorie und einem simplen Filter liegt.
Als Faustregel gilt: Hat eine spezifische Produkteigenschaft ein hohes eigenes Suchvolumen, lohnt sich eine dedizierte Kategorie.
Sucht kaum jemand isoliert danach, reicht ein Filter auf der übergeordneten Kategorieseite völlig aus.
Wie kleinteilig solltest du bei der Kategorisierung wirklich werden? Hier kommt ein wichtiges Praxisbeispiel aus unserer Agenturerfahrung.
Angenommen, du findest im Keyword Planner ein vielversprechendes Long Tail Keyword. Du hast für diese sehr spitze Suchanfrage jedoch nur zwei passende Produkte in deinem eigenen Sortiment.
Dein stärkster Wettbewerber rankt für denselben Begriff bereits mit einer eigenen Landingpage und bietet dort fünfzig exakt passende Produkte an. In diesem speziellen Fall lohnt sich der Aufwand für eine eigene Kategorie für dich nicht.
Die Nutzer erwarten bei Kategoriesuchen eine große Auswahl und möchten vergleichen. Suchmaschinen erkennen diese Suchintention sehr genau und werden deine Seite mit nur zwei Produkten ohnehin nicht auf den vorderen Plätzen ranken.
Setze deine Ressourcen stattdessen dort ein, wo dein Sortiment stark genug für den Wettbewerb ist.
Optimiere am Ende deinen Meta Title und deine Meta Description exakt auf die ermittelte Suchintention.
Wenn du Unterstützung dabei brauchst, dann sprich uns über das Kontaktformular gerne an.
Eine intuitive Navigation ist essenziell für eine reibungslose Customer Journey. Shopify bietet im Standardmenü eine maximale Tiefe von drei Ebenen an.
Für kleine Shops ist das völlig ausreichend. Bei sehr großen Produktsortimenten stößt du hier jedoch schnell an Grenzen.
Anstatt die Navigation im Menü endlos aufzublähen und unübersichtlich zu machen, nutzt du Metafelder. Du kannst Metafelder an Kategorien anheften und so über etwas Liquid Code im Template die Unterkategorien dynamisch verlinken.
Damit bildest du komplexe Hierarchien nicht mehr über das Hauptmenü ab, sondern elegant über Meta Field Connections direkt auf der jeweiligen Kategorieseite.
Dieser Ansatz hält dein Main Menü schlank und führt den Kunden trotzdem tief in dein Sortiment. Wenn du dieses Prinzip meistern willst, lies unbedingt unseren Beitrag zum Thema Shopify Metafields einsetzen – lerne die Nutzung von Metafeldern in 5 Minuten.
Eine Kategorieseite muss zwei völlig unterschiedliche Zielgruppen bedienen. Deine Kunden wollen schnell kaufen und die Suchmaschinen wollen relevanten Text analysieren. Die Struktur muss daher extrem logisch aufgebaut sein.
Ganz oben auf der Seite steht eine klare H1 Überschrift. Diese enthält dein primäres Fokus Keyword.
Direkt darunter folgt der bereits angesprochene kurze Teasertext (2 bis 3 Sätze).
Danach folgt sofort das Herzstück der Seite: Das Produkt Grid. Unterhalb der Produkte platzierst du dann den ausführlichen SEO Content, den du über die Metafelder speist.
Hier ist Platz für echte Deep Dives. Nutze H2 und H3 Überschriften, um häufige Fragen zu beantworten, Materialien im Detail zu erklären oder wertvolle Anwendungsbeispiele zu geben.
Das Auge kauft online immer mit. Nutze hochwertige Kategoriebilder und ansprechende Layouts.
Die visuellen Darstellungsmöglichkeiten hängen sehr stark von deinem gewählten Design ab. Premium Themes bieten oft erweiterte Funktionen für Kategorie Banner, Promotion Blöcke und moderne Grid Layouts.
Schau dir für Inspiration gerne unsere Übersicht der 7 besten Shopify Themes – Premium & kostenlos an.
Kunden verlassen einen Shop frustriert, wenn sie ihr Wunschprodukt in einer riesigen Kategorie nicht schnell eingrenzen können. Shopify bietet mit der hauseigenen App „Search & Discovery“ ein mächtiges und kostenloses Tool für Filter und Suche. Wenn du ein größeres Sortiment hast, empfehle ich dir „Rapid Search„.
Du kannst detaillierte Filter für Preise, Farben, Größen oder individuelle Produkteigenschaften erstellen. Eine gut durchdachte Filterung reduziert die Bounce Rate enorm und steigert die Conversion Rate messbar.
Biete deinen Kunden zudem immer Sortieroptionen nach Preis, Bestsellern oder Neuheiten an. So behalten sie auch bei hunderten Artikeln stets den perfekten Überblick.
Die gezielte Produktplatzierung innerhalb einer Kategorieseite hilft der Nutzerfreundlichkeit in deinem Shop und damit auch der Conversion Rate.
Du kannst die Sortierung im Shopify Backend ganz individuell anpassen. Öffne dazu die jeweilige Kategorie. Im Bereich der Produktübersicht findest du ein Auswahlmenü für die Sortierung.
Du kannst die Reihenfolge manuell per Drag and Drop festlegen. Das ist ideal für neue Kollektionen oder gezielte Kampagnen.
Alternativ bietet Shopify automatisierte Sortierungen an. Du kannst Artikel nach Bestsellern, nach dem Preis aufsteigend oder absteigend sowie nach dem Erstellungsdatum ordnen lassen.
Eine Sortierung nach Bestsellern ist für die Conversion Rate meistens die beste und sicherste Wahl.
Ja, das ist problemlos möglich und in der Praxis auch der absolute Standard. Ein Sommerkleid kann beispielsweise gleichzeitig in den Kategorien „Damen“, „Kleider“, „Sale“ und „Sommerkollektion“ gelistet sein.
Aus SEO Perspektive musst du dir dabei absolut keine Sorgen um Duplicate Content machen. Im Shopify Standard erhalten Produkte keine unterschiedlichen URLs je nach Kategoriezugehörigkeit.
Die finale Produkt URL bleibt immer gleich, da der Name der Kategorie nicht in den URL Pfad integriert wird.
Auch die verschiedenen Kategorieseiten selbst erzeugen keinen Duplicate Content. Da sich die genaue Zusammenstellung der angezeigten Produkte von Kategorie zu Kategorie unterscheidet, ist der Hauptinhalt der Seite jeweils einzigartig.
Meistens liegen genau zwei Fehlerquellen vor.
Prüfe zuerst den Veröffentlichungsstatus. Oben rechts in den Einstellungen der Kategorie musst du sicherstellen, dass sie für den Vertriebskanal „Onlineshop“ freigeschaltet ist. Fehlt hier der grüne Punkt, bleibt die Seite unsichtbar.
Der zweite häufige Fehler betrifft die Navigation. Eine Kategorie erscheint nach dem Speichern nicht automatisch im Menü deines Shops.
Du musst unter dem Punkt „Inhalt“ in den Bereich „Menüs“ wechseln. Dort musst du aktiv einen neuen Menüpunkt erstellen und diesen mit deiner soeben erstellten Kategorie verlinken.
Das reine Löschen einer Kategorie ist technisch mit einem Klick auf den Button „Kategorie löschen“ am Ende der Seite erledigt.
Aus strategischer SEO Sicht solltest du vorher jedoch kurz die Daten prüfen. Eine 301 Weiterleitung ist nur dann wirklich sinnvoll und notwendig, wenn die Kategorieseite bereits organische Rankings besitzt, nennenswerten Traffic generiert oder wertvolle Backlinks aufgebaut hat.
Ist das der Fall, leitest du die URL der alten Kategorie permanent auf eine thematisch extrem ähnliche Kategorie um. Hat die Seite hingegen weder nennenswerten Traffic noch Rankings, ist das pauschale Weiterleiten jeder einzelnen URL völlig unnötige Arbeit.
In diesem Fall kannst du die Kategorie einfach löschen und den Status Code 404 für diese unwichtige Seite bedenkenlos in Kauf nehmen.