Eine durchdachte Versandstrategie steigert die Kundenzufriedenheit und senkt deine Kosten. Mit Shopify-Versandprofilen kannst du Versandkosten, Regionen und Lager individuell steuern.
Transparente und faire Versandkosten erhöhen die Conversion-Rate und vermeiden Kaufabbrüche. Du erfährst, worauf zu achten ist und wie die Konfiguration funktioniert.
Eine gut durchdachte Versandstrategie ist entscheidend für deinen Shopify-Shop: Sie beeinflusst nicht nur deine Kostenstruktur, sondern auch die Kundenzufriedenheit und deinen Wettbewerbsvorteil. In Shopify kannst du zahlreiche Versandoptionen individuell konfigurieren – von einfachen Einstellungen bis hin zu komplexen internationalen Versandlösungen.
Wichtige Faktoren für deine Versandstrategie:
Ich zeige dir die wichtigsten Versandeinstellungen in Shopify und drei gängige Beispiele, die wir oft in Kundenprojekten umsetzen.
Was ist ein Versandprofil?
Ein Versandprofil in Shopify ermöglicht es dir, bestimmte Produkte mit individuellen Versandregeln zu versehen. So kannst du sperrige Artikel in ein eigenes Profil verschieben, um höhere Versandkosten zu berechnen. Zudem kannst du Produkte gezielt für bestimmte Länder freigeben oder den Versand in ausgewählte Regionen ausschließen.
In einem Versandprofil kannst du auch Versandkosten, Versandlager und weitere Einstellungen verwalten.
Wo findest du die Versandprofile?
Du findest die Versandprofile im Shopify-Admin-Bereich unter:
Einstellungen → Versand und Zustellung → Im Bereich Versand
Funktionen eines Versandprofils
Ein Versandprofil steuert:
Die Versandkosten lassen sich entweder pauschal festlegen oder dynamisch anhand des Gewichts oder des Bestellwerts berechnen.
Wichtige Hinweise zur Versandstrategie
Viele Händler nutzen eine kostenlose Versandgrenze, um den Warenkorbwert zu erhöhen (z. B. ab 39 Euro Bestellwert).
Im B2B-Bereich kann eine Gewichtsstaffelung hingegen sinnvoll sein.
Einschränkung: Ein Produkt kann nur einem Versandprofil zugewiesen werden. Werden Produkte aus verschiedenen Profilen bestellt, addieren sich die Versandkosten.
1. Klassisches Versandprofil für Deutschland
Diese Struktur eignet sich besonders für B2C-Shops, die Kunden mit einer kostenlosen Versandgrenze zu größeren Bestellungen motivieren wollen. Die optimale kostenlose Versandgrenze unterscheidet sich pro Shop und hängt von durchschnittlichen Warenkorbwerten, Margen und Wettbewerb ab.
2. Versandprofil für Deutschland und Österreich mit unterschiedlichen Freigrenzen
In Shopify lassen sich diese Unterschiede über die Funktion „Märkte“ und entsprechende Versandzonen abbilden.
3. Versandprofil mit eigenem Lager und Dropshipping-Lager
Wenn du Dropshipping-Produkte in ein eigenes neues Versandprofil hinzufügst, zahlen deine Kunden die Versandkosten beider Versandprofile, wenn sie Produkte aus beiden Profilen gleichzeitig kaufen.
Alternativ kannst du Dropshipping-Produkte und Produkte aus dem eigenen Lager im selben Versandprofil hinterlegen. In diesem Fall werden nur einmal Versandkosten berechnet, was den Checkout-Prozess für deine Kunden erleichtert und verständlich macht.
Zusätzliche Information: Wie du ein Dropshipping-Lager in Shopify verbindest, erfährst du weiter unten im Bereich „Benutzerdefinierte Bestellungsausführung“.
Um die erwartete Lieferzeit in Shopify anzuzeigen, kannst du im Bereich Erwartete Lieferdaten die Einstellung Manuelle Lieferdaten einstellen.
Die Lieferzeit wird aus der dort eingetragenen Bearbeitungszeit und mit der Lieferzeit aus dem Versandprofil addiert.
Beispiel:
In Shopify stehen dir mehrere Optionen zur Verfügung, um deine Artikel lokal zu verkaufen.
Mit “Lokale Zustellung” kannst du beispielsweise Ware in deiner Umgebung selbst ausliefern und den Zustellbereich mit Hilfe von Postleitzahlen eingrenzen. Käufer erhalten, wenn sie dem lokalen Zustellradius entsprechen, eine Möglichkeit im Checkout, diese Option auszuwählen.
Die lokale Zustellung in Shopify ist ein Sonderfall, auf den ich in diesem Beitrag nicht im Detail eingehen werde.
Mit “Abholung im Geschäft” kannst du Click & Collect in deinem Shopify-Shop integrieren. Nutzer erhalten im Checkout die Option ihre Ware vor Ort abzuholen.
Sollte die Ware gerade in einem Lager oder einem anderen Geschäft sein, können die Artikel durch einen Shop-Transfer an den jeweiligen Standort umdisponiert werden, damit deine Kunden ihre Ware an ihrem Standort abholen können.
Falls du Versandkosten nach Gewicht berechnest, sind Paketgröße und -gewicht relevant. So kannst du das tatsächliche Gewicht des gesamten Kartons, inklusive des Gewichts der Produkte, an den Versanddienstleister übergeben, damit entsprechende Versandgebühren berechnet werden können.
Diese Versandgebühren werden deinen Kunden im Checkout berechnet.
Die tatsächlichen Kosten für ein Paket werden bei den Versanddienstleistern erst im Logistikzentrum erfasst und über das Geschäftskundenportal mit dir abgerechnet.
Wenn du mit einer Versandpauschale arbeitest, kannst du diese Einstellung überspringen.
In diesem Bereich findest du alle installierten Apps, die in den Versandprozess eingreifen. Neben den beiden offiziellen Apps von DHL und DPD, kannst du auch weitere Apps wie Sendcloud oder Parcel Panel installieren.
Die benutzerdefinierte Bestellungsausführung ist eine Option, um Dropshipping-Aufträge aufzugeben.
Sobald du einen Kontakt hinterlegt hast, kannst du im Bereich Inventar deiner Produkte den Anbieter auswählen.
Sobald dieses Produkt gekauft wird, kannst du bei der Bestellausführung eine Fulfillment-Anfrage versenden.
Der Dropshipping-Anbieter erhält anschließend eine E-Mail mit dem Auftrag.
Wenn du international versenden möchtest, sind einige weitere Überlegungen und Einstellungen notwendig. Die vorherige Einstellung der Steuern und der Märkte ist Voraussetzung.
Um den Rahmen diesen Beitags nicht zu sprengen, findest du im Bereich Internationalisierung mit Shopify einen eigenen Beitrag dazu.